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Reiki


Reiki im Westen

 

Frau Hawayo Takata

war diejenige, die Reiki in die westliche Welt brachte.

 

Hawayo Takata

 

Frau Takata wurde am 24. Dezember 1900 auf der hawaiianischen Insel Kauai geboren und arbeitete auf Zuckerrohrplantagen.

 

Sie heiratete einen Buchhalter, der auf einer dieser Plantagen arbeitete

und bekam 2 Kinder.

 

 

Frau Takatas Mann starb 1930. 

So musste sie ihre Kinder allein großziehen und auf den Zuckerrohrfeldern arbeiten um die Familie durchzubringen.

 

Die Arbeit war schwer und fünf Jahre später wurde sie schwer krank.

 

Sie beschloss ihre Eltern in Japan zu besuchen um dort Hilfe für ihre angeschlagene Gesundheit zu finden.

 

In Dr. Hayashis Reiki-Klinik erhielt sie täglich zwei Reiki-Behandlungen

und vier Monate später war sie völlig geheilt.

 

Glücklich über die Genesung, wollte sie auch Reiki erlernen, um ihre Gesundheit erhalten zu können, wenn sie wieder nach Hawaii zurückging.

 

 

1936 lernte sie von Dr. Hayashi den 1. Reiki-Grad.

Sie arbeitete ein ganzes Jahr in seiner Klinik und führte Reiki-Behandlungen durch bis sie den 2. Reiki-Grad erhielt.

 

Im Jahr 1937 ging sie nach Hawaii zurück. Dr. Hayashi folgte ihr.

Zusammen reisten sie durch Hawaii, hielten Vorträge,

lehrten und behandelten mit Reiki.

 

Am 21. Februar 1938 erhielt Frau Takata von Dr. Hayashi den Shinpiden.

 

 

Sie eröffnete in der Nähe von Hilo auf Hawaii eine Klinik

und eine weitere in Honolulu.

 

Dort behandelte sie und bildete Schüler bis zum 2. Grad aus.

 

Sie wurde sehr bekannt als Heilerin und bereiste die USA und andere Länder,

um zu lehren und zu behandeln.

 

 

1970 begann sie den Shinpiden oder auch Meister-Grad zu lehren.

Für eine Ausbildung nahm sie 10.000 Dollar.

 

Sie behauptete, dieses sei der offizielle Preis,

den einige durchaus zu zahlen bereit waren.

 

 

Bis zu ihrem Tod am 11. Dezember 1980

weihte Frau Takata 22 Reiki-Meister ein.

 

Von Frau Hawayo Takata eingeweihte Reiki-Meister:

 

George Araki

Dorothy Bab (verstorben)

Ursula Baylow

Rick Bockner

Barbara Brown

Fran Brown

Patricia Ewing

Phyllis Lei Furumoto

Beth Gray

John Gray

Iris Ishikura (verstorben)

Harry Kuboi

Ethel Lombardi (verstorben)

Barbara McCullogh

Mary McFadyen

Paul Mitchell

Bethal Phaigh (verstorben)

Barbara Webber Ray

Shinobu Saito (ihre Schwester)

Virginia Samdahl

Wanja Twan

 

Alle mussten einen heiligen Eid schwören, nur das weiterzugeben, was Frau Takata sie gelehrt hatte, um die Usui-Methode zu bewahren.

 

Es ist allerdings eindeutig dokumentiert,

dass Frau Takata selbst genau dieses nicht getan hatte:

Ihre Übermittlungslinie geht zwar auf Dr. Usui zurück,

aber was sie lehrte und praktizierte wurde abgewandelt

und mit ihren eigenen Regeln durchsetzt.

Es hatte nicht mehr viel mit dem zu tun, was Dr. Usui für wichtig hielt.

 

 

Die hohen Honorare, die sie berechnete, haben zwar dazu beigetragen,

dass Reiki mehr und mehr respektiert wurde, doch einige hielten es für eine künstliche Art von "Respekt schaffen".

 

Die Anerkennung, die Reiki aufgrund seiner Heilkräfte und aller anderen positiven Auswirkungen gebühren sollte, schien geschmälert, denn viele kamen wegen dieser hohen Honorare gar nicht erst in den Genuss von Reiki.

 

Reiki verbreitete sich dadurch langsamer, was gegen Dr. Usuis Willen verstieß.

Seine Absicht war, Reiki nicht nur einer bestimmten Gruppe zukommen zu lassen, sondern jedem zugänglich zu machen.

Er wollte, dass Reiki die Welt erobert.

 

 

Nach Frau Takatas Tod, beschloß eine Frau von den 22 durch Frau Takata eingweihten Meistern, sich nicht weiter an den Eid zu halten. 

Iris Ishikura wollte ihrer inneren Führung folgen:

 

Iris Ishikura

 

Sie begann für den Meister-Grad nur noch ein angemessenes Honorar zu berechnen. In einigen Fällen nahm sie sogar nichts.

 

 

Dank der Entscheidung von Iris Ishikura begann Reiki sich Mitte der 80er Jahre schneller auszubreiten. Gegen Ende der 80er Jahre gab es schon mehrere hundert Reiki-Meister, die alle maßvolle Honorare berechneten.

 Ihre Zahl wuchs und heute sind angemessene Honorare

für den Meister-Grad eine Normalität.

 

 

Barbara Weber Ray

bezeichnete sich nach Frau Hawayo Takatas Tod,

im Dezember 1980,

als neue Großmeisterin des Reiki.

 

 

 

 

Phyllis Furumoto

meldete sich mit derselben Behauptung.

 

Um beiden Frauen gruppierten sich zwei getrennte Reiki-Organisationen.

 

 

Bis heute behaupten beide Großmeisterinnen des Reiki zu sein.

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass

weder Frau Takata,

noch Dr. Hayashi,

noch Dr. Usui selbst

sich je als Großmeister bezeichnet hatten.

 

Dieser Titel wurde erst nach dem Tode von Frau Takata im Westen eingeführt.

In Japan wurde und wird er nicht benutzt.

 

 

Zu der Zeit, als Barbara Webber Ray und Phyllis Furumoto für sich in Anspruch nahmen, Großmeisterinnen des Reiki zu sein, war

 

Frau Kimiko Koyama

Präsidentin der Usui Reiki Ryoho Gakkai.

 

 

Es gibt zur Zeit über sechzig Bücher, die sich mit Reiki befassen.

In den meisten Büchern entspricht die Geschichte des Reiki dem,

was Frau Takata erzählt hat.

 

Wenn jemand eine Aussage veröffentlicht, muss er normalerweise begründen können, warum er diese Aussage für wahr hält. Er muss sie belegen können.

 

Geschichtsforschung basiert in der Regel auf Dokumente und Interviews mit Personen oder Organisationen, die Beweise erbringen.

 

Es ist zwar ungewöhnlich, dass jemand eine Geschichte veröffentlicht, ohne sie vorher auf den Wahrheitsgehalt geprüft zu haben, doch genau das scheint immer wieder passiert zu sein.

 

 

Genaue Recherchen haben ergeben, dass Frau Takatas Geschichte einige Schwachpunkte und Fehler hatte:

So behauptete Frau Takata zum Beispiel, die einzige Reiki-Meisterin der Welt zu sein, alle anderen japanischen Reiki-Meister seien im Krieg gestorben.

 

Informationsblätter, mit denen sie Werbung für ihre Kurse machte, besagen das und die Aussage wurde von vielen Schülern, sowie beiden nach Frau Takatas Tod gegründeten Reiki-Organisationen, wiederholt.

 

Heute weiß man , dass in Japan immer Reiki-Meister praktizierten,

sowohl vor dem Krieg als auch danach.

 

Reiki wird in Japan ausgeübt und von der von Dr. Usui gegründeten Gesellschaft, der "Usui Reiki Ryoho Gakkai" in Tokio vertreten.

 

Es ist sogar bekannt , dass Frau Takata nach dem Krieg mit mehreren Reiki-Meistern in Kontakt stand.

 

So praktizierte zum Beispiel Frau Hayashi, Reiki-Meisterin und Freundin von

Frau Takata, nach dem Krieg weiterhin Reiki in Japan.

 

Auch zu einem Reiki-Meister namens Tatseyi Nagao, der bei ihr den 1. und 2. Reiki-Grad erlernte, dann den Meistergrad von Frau Hayashi in Japan erhielt, um anschließend bis zu seinem Tod im Jahre 1980 ganz in der Nähe der Klinik von Frau Takata zu praktizieren und lehren, hatte sie nachweislich Kontakt.

 

 

Frau Takata bezeichnete Reiki als eine mündlich überlieferte Tradition und begründete damit, dass Reiki-Schüler kein schriftliches Material darüber erhalten sollten. Sie ließ auch keine Notizen und Tonbandmitschnitte zu.

 

Diese Methode wurde streng eingehalten und allen Meistern, die bei ihr lernten, als ein wesentlicher Bestandteil der Usui-Methode des Reiki vermittelt.

 

Heute weiß man , dass Reiki keineswegs eine mündlich überlieferte Tradition ist. Sowohl Dr. Usui, als auch Dr. Hayashi hatten Aufzeichnungen gemacht, die sie an ihre Schüler weitergaben.

 

Es existieren Exemplare beider Lehrbücher, die sie geschrieben haben. 

Diese Lehrbücher enthalten viele wichtige Übungen und Handpositionen zur Behandlung besonderer Krankheiten.

 

Man weiß sogar , dass Frau Takata Dr. Hayashis Handbuch besaß, denn sie gab einigen ihrer Schüler Kopien davon.

 

 

Frau Takata bezeichnete sich als Vertreterin des Reiki nach Dr. Usui und behauptete, eine unveränderte Art des Usui-Reiki zu lehren,

ja sogar exakt dieselbe Art, die Dr. Usui selbst gelehrt habe.

 

Aus einem Handbuch von Frau Koyama weiß man von vielen Übungen die

Dr. Usui lehrte, die Frau Takata aber nicht lehrte.

 

Einige dieser Übungen bezeichnete Dr. Usui sogar als Kernübungen,

also als äußerst wichtige Bestandteile des Reiki.

Dazu gehörten:

 

Die Gassho-Meditation,

Reiji-Ho und

Joshin Kokyuu-Ho.

 

Frau Takata kannte zumindest einige dieser Übungen,

denn sie erwähnte sie in ihrem Tagebuch.

Ihr Eintrag vom Mai 1936:

"Am meisten freute ich mich über Herrn Hayashis Zusage, mich in die Geheimnisse von Shinpiden, Kokyuu-Ho und Reiji-Ho einzuweihen."

 

 

Frau Takata erklärte, sie habe 1935 in Japan von Dr. Hayashi Reiki gelernt.

 

Heute weiß man , dass Dr. Hayashi sich vom Usui Reiki Ryoho Gakkai entfernte und seine eigene Art des Reiki entwickelte.

 

Diese unterschied sich von dem, was Dr. Usui ihm beigebracht und was er von der Gakkai gelernt hatte.

 

Die Veränderungen waren sicher gut, aber durch sie schuf er einen eigenen Reiki-Stil, was durch den Namen seiner Reiki-Klinik belegt wird, die er

 

"Hayashi Reiki-Institut"

nannte.

 

Frau Takatas Anhänger beriefen sich darauf, dass sie Reiki nach Dr. Usui lehrte.

Sie nannten deshalb Frau Takatas Art des Praktizierens "traditionell".

 

Man behauptet sogar, das einzig authentische Reiki zu vertreten.

 

Es stimmt jedoch nicht , dass Frau Takata "traditionelles Reiki"

praktizierte. Es handelte sich vielmehr um eine Variation, die Dr. Hayashi entwickelt hat. Sie ließ bewusst viele Übungen aus, deren wichtige Rolle in der Usui-Methode ihr durchaus bekannt waren.

 

Es ist davon auszugehen, dass sie selbst ihre Reiki-Methode nach dem Tode von Dr. Hayashi weiter veränderte. Die einzigen Schüler, die gegenwärtig das wahre, traditionelle Usui-Reiki praktizieren, sind die Mitglieder der Gakkai in Japan.

 

 

Einer weiteren Aussage, Frau Takatas zufolge war Dr. Usui ein Christ.

In einer Niederschrift der Bandaufnahme ihrer Geschichte heißt es:

 

"Zu Beginn war Dr. Usui Leiter der Doshisha-Universität in Kioto.

Außerdem übte er an Sonntagen das Amt des Pfarrers aus, und die Universität verfügte über eine Kapelle.

Somit war er also durch und durch ein christlicher Pfarrer…"

Der Gakkai zufolge war Dr. Usui nie Christ, sondern immer Buddhist.

Unterstützt wird diese Aussage durch die Tatsache,

dass er beim Saihoji-Tempel begraben liegt,

einem Tempel des Buddhismus vom Reinen Land.

 

Wäre er Christ gewesen, hätte man ihn auf einem christlichen Friedhof beerdigt.

 

Es gibt auch keinen schriftlichen Beweis dafür , dass Dr. Usui Leiter der Universität war, an der Fakultät arbeitete oder studierte.

Man kennt ihn dort nicht einmal.

Dieses wird durch einen Brief von der Doshisha-Universität belegt.

 

 

Eine weitere Behauptung von Frau Takata lautet,

dass Dr. Usui sich an der Universität von Chicago in den USA einschrieb,

dort seine Studien beendete und einen Abschluss in Theologie machte.

 

Eine Anfrage bei der Universität von Chicago ergab:

Dr. Usui hatte dort keinen einzigen Kurs belegt auch nicht am Lutheran College,

aus dem die Universität von Chicago hervorging.

 

 

Laut Frau Takata hatte Dr. Usui Reiki in einem buddhistischen Sutra wiederentdeckt.

 

Bisher hat noch niemand eine Darlegung zum Erlernen von Reiki in einem buddhistischen Sutra gefunden. Nach Dr. Usui ist Reiki eine ursprüngliche Form des Heilens.

 

In seinem Handbuch

"Reiki Ryoho Hikkei"

sagt er:

 

"Reiki ist absolut ursprünglich. Man kann es mit keinem anderen spirituellen Pfad auf der Welt vergleichen."

 

Später heißt es:

 

"Zuallererst ist unser Reiki Ryoho eine ursprüngliche Therapie, die auf der spirituellen Kraft des Universums beruht."

 

Auf dem Usui-Gedenkstein steht zudem, dass Reiki aus Dr. Usuis mystischer Erfahrung auf dem Berg Kurama hervorgegangen ist.

 

Frau Takata ist die einzige Quelle, aus der hervorgeht,

dass Dr. Usui Reiki "wieder"- entdeckt habe.

 

Daraus mag nun jeder seinen eigenen Schluss ziehen.

 

 

Frau Takata behauptete weiterhin, das offizielle Honorar eines Reiki-Meisters betrage 10.000 Dollar und wer diesen Betrag nicht fordere,

praktiziere kein Usui-Reiki.

 

Hierin lag ein Grund, dass Reiki in den frühen 80er Jahren nicht sehr weit verbreitet war, denn die meisten Reiki-Lehrer verlangten diesen Betrag.

 

Nur eine der Meisterinnen, die Frau Takata ausgebildet hatte,

war bereit, weniger als 10.000 Dollar zu verlangen:

 

Iris Ishikura gehörte zu den besten Schülern.

Nach Frau Takatas Tod entschloss sie sich, ein wesentlich geringeres Honorar zu fordern. Manchmal lehrte sie ihren Meister-Grad sogar ohne Bezahlung.

 

Diejenigen, die bei ihr den Meister-Grad zu einem geringen Honorar erlernt hatten, verbreiteten Reiki auf der ganzen Welt.

Die 10.000 Dollar-Honorarforderung für den Meister-Grad findet ihren Ursprung nicht in der Usui-Methode:

 

Laut Herrn Doi, einem Mitglied der japanischen Gakkai,

werden in Japan nur sehr moderate Honorare berechnet.

 

Eine lebenslange Mitgliedschaft kostet 100 Dollar und die Gebühr pro Teilnahme an einem Treffen beträgt 20 Dollar. Zu jedem Treffen gehören:

Diskussion, Vortrag, Praxis und eine Einstimmung.

 

 

Reiki hat in den vergangenen zwanzig Jahren

in der westlichen Welt enorme Veränderungen durchlaufen.

 

Es wurde von Frau Takata eingeführt, mit all ihren einschränkenden Regeln und Ideen. Die Anfänge dieses Reiki entsprachen in mancherlei Hinsicht nicht dem eigentlichen Geist von Reiki... wichtig ist aber,

dass Reiki überhaupt bekannt wurde.

 

Dafür gebührt

Frau Takata

auf jeden Fall

Dank!

 

 

Der eigentliche Geist von Reiki heilt sich nach und nach selbst.

 

Wer Reiki liebt, folgt dessen innerem Leitmotiv und lehrt offener.

Dazu gehört auch, dass Schülern gestattet wird, sich Aufzeichnungen zu machen oder sogar Bänder mitzuschneiden. Mittlerweile gibt es schriftliche Unterlagen und es entstanden nach und nach zahlreiche Lehrbücher.

Die Honorare sind heute überwiegend angepaßt.

Irgendwann tauchten neue Informationen aus dokumentierten Quellen über

Dr. Usuis Leben und seine Lehre auf. Diese Informationen bestätigen, dass Reiki auf eine offene Art und Weise gelehrt werden und

<jedem zugänglich gemacht werden soll.

 

 

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